Wolfgang Timischl

Dr. Wolfgang Timischl, Autor des modularisierten Standardwerks Ingenieur-Mathematik, erzählt im Interview, warum er Schulbuchautor wurde.
Warum wird man Mathematik-Autor?
Schon während meines Studiums der Theoretischen Physik stand für mich die anwendungsorientierte Mathematik ganz im Vordergrund. Als Lehrer der HTL Graz-Gösting und an einer Fachhochschule war es mir ein Anliegen, den Gegenstand Mathematik als wesentliches Instrument bei technischen Aufgabenstellungen zu vermitteln. Mathematik, obwohl selbst eine kompromisslose Geisteswissenschaft, wird oft als Sprache der Natur bezeichnet. Wie bei Sprachen üblich, führt ihr Gebrauch aber je nach Gesprächspartner zu unterschiedlichen Ausdrücken. Trotzdem handelt es sich immer um die gleiche Sprache.
 
So bin ich Schulbuchautor  geworden:
Anfang der Neunzigerjahre fand ein Fortbildungsseminar statt, bei dem es um die Rolle der Mathematik in der Technik ging. Dabei war es der Wunsch praktisch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mehr über die Verbindung von Mathematik und Technik zu erfahren. Dies war für mich der Anlass, zusammen mit Gerald Kaiser die Lehrbuchserie „Ingenieur-Mathematik“ zu verfassen. Ausgehend von einer „Schnittstelle“ zwischen Mathematik und Technik sollten Gesetzmäßigkeiten und Rechengrößen mathematisch beschrieben und erfasst werden. Denn Mathematik ist auch in der Technik die Sprache, mit der dies angemessen erreicht werden kann.
Wolfgang Timischl