Maria Ranetbauer

Dipl. Päd.in Mag.a Maria Ranetbauer ist Fachlehrerin im Bereich Ernährung an der HBLA für wirtschaftliche Berufe in Innsbruck und Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Tirol. Als Gesundheitswissenschaftlerin und Gesundheitstrainerin im Bereich Ernährung liegt ihr die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen besonders am Herzen. Ihr Lehrwerk „Mein erstes Buch über Ernährung und Haushalt“ ist gerade aktualisiert erschienen. Im Interview erzählt sie von der Freude an der Ernährungsbildung.
An meinem Fach „Ernährung“ begeistert mich, ...
 
dass wir durch unser tägliches Essen und Trinken die Leistungsfähigkeit und Gesundheit unseres Körpers wesentlich beeinflussen. Es bringt mich immer wieder zum Staunen, welche weitreichenden Auswirkungen minimale Mengen eines Nahrungsinhaltsstoffes haben. 
 
Aber auch die Vielfalt der Lebensmittel, ihre Produktion und Zubereitung faszinieren mich seit meiner Kindheit. Da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, wurde ich schon sehr früh mit der naturnahen Lebensmittelproduktion konfrontiert. Ich konnte mit Interesse miterleben, wie Butter entstand, durfte die ersten Radieschen ernten oder bei der Getreideernte mithelfen. 
 
Ebenso finde ich, dass die Zubereitung von Speisen eine spannende und kreative Tätigkeit ist. Wie ist es möglich, dass aus drei einfachen Zutaten (Eier, Zucker, Mehl) eine lockere Biskuittorte entsteht? Diese Prozesse zu hinterfragen, weckte schon früh mein Interesse.
 
Wir sollten aber auch über unseren Tellerrand hinaus schauen und die globale Ernährungs- und Umweltsituation nicht außer Acht lassen. Durch den Konsum von überwiegend pflanzlichen, regionalen und biologisch erzeugten Lebensmitteln kann jede/r einen Beitrag zu mehr globaler Nachhaltigkeit leisten. 
 

Ich bin Ernährungspädagogin geworden, weil ...

mein Interesse an Ernährung und an Lebensmitteln seit meiner Kindheit bestand und während meiner Schulzeit immer größer wurde. Die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Leistungsfähigkeit, die richtige Auswahl der Lebensmittel und die Zubereitung der Speisen den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, war mein großer Wunsch. 
 
Die schulische Ernährungsbildung hat das Ziel, den Jugendlichen ein genussvolles und gesundheitsförderliches Ess- und Trinkverhalten zu ermöglichen. Der Unterricht trägt dadurch zu einer Ernährungskultur bei, die auf Nachhaltigkeit, individueller Selbstbestimmung und Freude am Essen basiert. 
 
Damit hat die Ernährungsbildung in der Schule eine entscheidende Bedeutung für den weiteren Lebensweg der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die positive Gestaltung des eigenen Lebensstils.

Das möchte ich meinen Schülerinnen und Schülern mitgeben:
 
Eine Herzensangelegenheit ist mir, das Feuer für das eigene Ernährungsbewusstsein zu entfachen. Denn durch Vorbildwirkung und das praktische Zubereiten und Genießen von Speisen finden Schülerinnen und Schüler zu einer gesundheitsförderlichen Ernährungsweise. 
 
Besonders beim praktischen Arbeiten in der Küche werden Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft, Eigenverantwortung und Zeitmanagement geschult. All das sind Soft Skills, die im Berufsleben von großer Bedeutung sind. 
 
Bei meiner Unterrichtsplanung steht ein lebensnahes, erlebniszentriertes und handlungsorientiertes Lernen im Vordergrund. 
 
Aber auch ökologische Aspekte der Ernährung, wie die Schonung natürlicher Ressourcen und der Umwelt, sind Themen, die immer wichtiger werden und Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken anregen und zu einem nachhaltigen Lebensstil motivieren sollten.
Maria Ranetbauer
© privat

Mein erstes Buch über Ernährung und Haushalt


  • Übersichtliche Seitengestaltung und leicht fassbare Inhalte
  • Kompetenzorientierte Aufgaben
  • „Auf der Zielgeraden“ - Einschätzen der erreichten Kompetenzen
  • Großes Angebot internationaler Rezepte
  • Kennzeichnung von Schnellrezepten
  • „Blicke über den Tellerrand“-Aufgaben, die sich mit fremden Ländern und Kulturen beschäftigen